Häufige Fragen

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Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um das Produkt und unser Projekt.
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Häufige Fragen zur Boluspumpe

Wie groß ist überhaupt die Gefahr beim Essen zu ersticken?

Wenn man sich beim Essen verschluckt und ein Bissen im Hals stecken bleibt droht der Erstickungstod. Eine oft unterschätzte Gefahr, denn viele Menschen sind der Meinung, dass “ihnen das noch nie passiert sei, sie keine Probleme beim Essen hätten und es ja so gut rutschen würde”.

Die Gefahr ist präsent, weil wir Menschen täglich essen. Kinder schlingen häufig allzu große Bissen hinunter. Erwachsene sind beim Essen oft abgelenkt – zum Beispiel durch Whatsapp. Die schnelllebige Zeit und die damit einhergehenden Veränderungen im Essverhalten haben dazu geführt, dass in Deutschland heute doppelt so viele Menschen aufgrund von “Obstruktion der Atemwege oder Verschlucken von Nahrungsmitteln” sterben wie noch zehn Jahre zuvor.

Jedes Jahr ersticken tausende Menschen an Speisen. Beispielsweise ist in den Vereinigten Staaten der Tod durch Ersticken an Speisen die sechsthöchste Unfalltodesursache. Allein hierzulande zählte das Statistische Bundesamt von 2002 bis 2012 5.972 Menschen, die offiziell aufgrund von “Verschlucken von Nahrungsmitteln” gestorben sind. Die Dunkelziffer dürfte noch einmal höher liegen, da viele plötzliche Todesfälle, die während Mahlzeiten auftreten, nicht, wie offiziell festgehalten, durch Herzanfälle verursacht werden, sondern durch Ersticken an Speisen.

Welche Möglichkeiten habe ich im Notfall, um mir oder anderen zu helfen?

Bislang galt der sogenannte Heimlich-Handgriff vielfach als Methode der Wahl. Das von dem US-Arzt Henry Heimlich in den siebziger Jahren entwickelte Manöver sieht vor, von hinten beide Arme um die Taille des nach Luft Ringenden zu schließen. Die eine Hand bildet eine Faust, die von der anderen fest umschlossen wird. Der Helfer drückt mit knappen, kräftigen Bewegungen auf das Zwerchfell des Patienten. Im Idealfall schießt der störende Nahrungsklumpen dann aus der Gurgel des Gepeinigten empor.

Doch inzwischen ist Heimlichs Erfindung in Verruf geraten. Das Internationale Rote Kreuz etwa verzichtet seit kurzem darauf, den Notgriff weiterhin wie seit Jahrzehnten zu empfehlen. Diverse Studien hatten den Nutzen entweder völlig in Frage gestellt oder auf mögliche Komplikationen hingewiesen. Im schlimmsten Fall drohe ein Leberriss. Und was, wenn der Fremdkörper nach der Anwendung weiterhin im Hals klemmt?

Der Mensch kann ohne Sauerstoffzufuhr nur wenige Minuten – Größenordnung eine bis vier Minuten überleben. Ein Rettungswagen braucht, in der Stadt, ca. 10 Minuten zum Einsatzort. Folglich ist es nur bedingt erfolgversprechend, einen Krankenwagen zu rufen und auf ihn zu warten. Soll bei einem derartigen Unfall das Leben des Opfers gerettet werden, muss augenblicklich Hilfe geleistet werden. Da aber bei diesen Fällen medizinische Fachhilfe fast nie zur Verfügung steht, muss sie von Laien ohne medizinische Kenntnisse erteilt werden. Wenn weder Husten, Rückenklopfmethode oder der Heimlich-Handgriff helfen und der Notarzt noch nicht eingetroffen ist, bleibt dem Betroffenen und den Anwesenden aktuell nur unerträgliches Warten und hilfloses Zusehen, weil es für Laien kein sichereres Hilfsmittel gibt, um in einem Erstickungsanfall adäquat Hilfe leisten zu können.

Wie funktioniert die Boluspumpe?

Die Boluspumpe basiert auf dem Funktionsprinzip der Saugglocke. Die Anwendung ist einfach und damit für Laien gut geeignet: die Boluspumpe wird auf den offenen Mund aufgedrückt und dann ruckartig vom Mund weggezogen, so dass sich der Fremdkörper im Hals durch den erzeugten Unterdruck lösen kann.

Was bedeutet Boluspumpe?

Der Begriff Boluspumpe leitet sich vom griechischen Wort Bolus für ‘Klumpen’ ab. Die Boluspumpe dient dem Zweck, den Bolus im Hals zu lockern, so dass dieser direkt heraus befördert, weiter rutschen oder heraus gehustet werden kann.

Für wen ist die Boluspumpe gedacht? Gibt es Risikogruppen?

Wir essen alle und das jeden Tag, grundsätzlich ist die Boluspumpe also für jeden Menschen gedacht. Experten haben eine Gruppe als besonders gefährdet ausgemacht: Kinder schlingen häufig allzu große Bissen hinunter. So starb der dreijährige Sohn des Schweizer Schriftstellers Martin Suter während des Essens einer Wurst.

In jedem Erste-Hilfe-Kurs wird die Frage von Eltern gestellt: “Was muss ich machen, wenn mein Kind am Ersticken ist?” Die “verschluckten” Fremdkörper sind häufig Nüsse oder Nussteile, Karotten-, Apfel-, Trauben-, Wurst- oder Fleischstücke, Popcorn und Reiswaffeln. Manchmal kleine Legosteine, Luftballonteile, Büroklammern, Spielsachteile aus den Kinderüberraschungseiern etc.

Gibt es prominente Opfer?

Die Liste der Todesopfer ist lang und hat auch prominente Opfer. In 2010 beispielweise starb der Hotelmillionär Dieter Bock in einer Suite des Hamburger Luxushotels Atlantic, weil ein Stück Fleisch in seiner Luftröhre stecken geblieben war. Erst wenigen Wochen zuvor sorgte das Schicksal eines 52-Jährigen im österreichischen Klagenfurt für Aufsehen. Der Mann hatte sich vor den Augen seiner beiden Töchter tödlich an einem Stück Schweinshaxe verschluckt. Gleiches Schicksal ereilte im August 2009 der dreijährige Sohn des Schweizer Schriftstellers Martin Suter, der während des Essens einer Wurst verstarb.

Man sollte annehmen dürfen, dass sich Köche vor den Gefahren beim Essen besser schützen könnten, aber das Gegenteil ist der Fall. Siegfried Stier, Küchenchef im Charlottenburger „Trio“ und einer der dienstältesten Berliner Gourmet-Köche erstickte am 17. August 2003, wenige Tage vor seinem 44. Geburtstag, an einem Stück Fleisch – eine tragische Parallele zum Tod vom deutschen Koch Siegfried Rockendorf, der am 13. Dezember 2000, ebenfalls an einem Stück Fleisch im Hals, ums Leben gekommen war. Laut der Aussage eines Freundes “hat Siegfried Stier nie besonders geschlungen, er war immer der langsamere Esser.“

Wie sicher und erfolgsversprechend ist die Boluspumpe?

Mit einer Boluspumpe werden Beteiligte in einem Erstickungsnotfall weniger macht- und tatenlos sein. Bei der Entwicklung der Boluspumpe berücksichtigen wir in Zusammenarbeit und der Erfahrung von Ärzten die Anatomie des Menschen sowie die physikalischen Gesetze bei der Funktionsweise eines Pümpels, so dass die Boluspumpe in der Theorie und in Tests an medizinischen Simulationspuppen (Erstickungstorsos) funktioniert.

Zudem werden wir, das trifft vielleicht nicht “jedermanns Geschmack”, die Boluspumpe postmortal verproben, also an menschlichen Leichen. Leichen sind auf vielfältige Weise nützlich, indem sie Forschung und Wissenschaft zur Verfügung stehen. Sie helfen dabei, Autos sicherer zu machen, dienen als Anschauungs- und Übungsobjekte für angehende Ärzte und geben Gerichtsmedizinern wichtige Hinweise, mit denen Verbrechen aufgeklärt werden können. Wir werden diese Möglichkeit nutzen, um die Boluspumpe zu erproben. Wen dieses Thema interessiert, dem empfehlen wir das Buch “Die fabelhafte Welt der Leichen” von Mary Roach.

Eine Garantie können wir natürlich nicht geben, wir sind aber der festen Überzeugung, dass es das Richtige ist, eine Boluspumpe im Haushalt, im Restaurant, im Kindergarten, in der Betriebskantine etc. zu haben.

Wie kann ich das Projekt Boluspumpe unterstützen?

Unterstützen können Sie uns auf verschiedene Arten. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. Ob Kommentare, Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Lob, wir freuen uns über jede Mail von Ihnen. Nehmen Sie gerne Kontakt auf mit uns und lassen Sie uns an Ihren Gedanken teilhaben.

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